Mittlerweile sind USB 3.0 Sticks in der größe von 32 oder 64 Gb preislich erschwinglich. Und wenn man ein Linuxsystem nur selten benutzt, lohnt sich die Anschaffung einer eigenen SSD oder Festplatte nur für diesen Zweck meist nicht.

Vorbereitungen

  • Als erstes muss man schauen ob sein System von USB 3.0 Booten kann.
  • Dann solte man einen zweiten USB Stick haben, mit dem man das Linux auf den USB 3.0 stick instaliert.
  • Ein Programm um ein Livesystem auf dem Installstick zu kopieren.

Wir laden uns LinuxLive USB Creator herunter. Eine Anleitung wie man damit einen Livestick erzeugt findet ihr auf der Herstellerseite. Das Programm kann auch die meisten Images für die Linux Distributionen herunterladen. Wenn ihr den Instalationsstick mit dem Livesystem erstellt hat, bootet man in das Livesystem und steckt den USB 3.0 Stick ein.

Die weitere Anleitung ist jetzt auf basis von Mint 17.1 erstellt. Auf grund der nähe zu Ubuntu und Debian sollte sie für diese Distributionen leicht adaptiert werden können. Für andere Distributionen kann sich der Instalationsvorgang durchaus verändern. Dies ist aber nicht alzu schlimm, da man zur instalation der Distribution seiner Wahl, ein normales Tutorial zu Installation dieser Distribution zu rate ziehen kann.

Installation

Nun sollte man im Livesystem sein. Man startet gparted. Sollte dies nicht auf dem Livesystem vorhanden sein, muss man nachinstalieren unter Mint kann man das mit sudo apt-get install gparted. Unter Debian und Ubuntu sollte dies auch funktionieren.
Nachdem gparted gestartet ist, ist es sehr Wichtig das man die Richtige Festplatte/USBStick auswählt, da man ansonsten versehentlich seine Festplatte Überschreiben könnte. Wenn man den USBstick ausgewählt hat erstellt man folgende Partitionen auf dem Stick.
gparted
Die crypt-luks Partition kann nicht mit gparted erstellt werden. Sie wird durch den Installer der Distribution erstellt.

Nun kann man gparted wieder schließen. Um die Installtion zu started man den Installer durch Doppelklick auf "Install mint". Der Installer wird geladen und wenn man zu der auswahl kommt wo man festlegen kann wie Mint installiert, wählt man "Etwas Anderes" aus.

Die 300 Mb ext2 Partition auf dem Stick wählt man als /boot aus. Den Rest des Stick wählt man als Partition für Ferschlüsselte Partition aus. Nach dem eingeben des Passwortes für die Partition wird diese angelegt und im Menü angezeigt. Dort wählt man sie aus und benutzt sie als / Partition. Nun ist sehr Wichtig das man den USBstick als Laufwerk für den Bootloader auswält, da man sich sonnst den Bootloader seiner Festplatte/SSD Überschreibt.

Nun klickt man sich durch den Installer und wenn alles gut gegangen ist kann man von seinem USB 3.0 Stick booten und ist in seinem Instalierten Linux system.

Optimierungen

Da die meisten USB sticks nicht sehr schnell im schreiben sind sollte man einige optimierungen vornehmen, um die schreibzugriffe auf den Stick zu optimieren. Das hat auch den Vorteil das die Haltbarkeit des Sticks erhält wird.

Die temporären ordner sollten in ein RAM Laufwerk verlegt werden. Dazu folgen wir folgendes in die fstab ein. "user" ist durch den Benutzernamen zu ersetzen den man gewählt hat. Die uid und gui sind gegebenenfals auch durch die des gewählten Benutzers zu ersetzen. Die größe der tmpfs Partitionen im RAM sollten nach der Größe seines eigenen RAMs angepasst werden.

tmpfs /tmp      tmpfs nosuid,size=600m                          0       0
tmpfs /var/log  tmpfs noatime,nodiratime,mode=0755,size=50m     0       0
tmpfs /home/"user"/.thumbnails tmpfs 
noatime,mode=0755,uid=1000,gid=1000,size=1G                     0       0 
tmpfs /home/"user"/.cache tmpfs 
noatime,mode=0755,uid=1000,gid=1000,size=1G                     0       0 

Update

Wie ich feststellen musste gibt es Probleme wenn man die tmpsf partitionen automatisch verwalten lässt. Darum sollte man die größe der Partitionen festlegen. Die Einträge für die fstab habe ich angepasst.